Für eine nachhaltige und umweltschonende Stromproduktion

Drei Bünde,
ein Stein,
kein Windpark

Dafür setzen wir uns ein

Das Schweizer Stimmvolk hat im Jahr 2013 das Raumplanungsgesetz angenommen. Wir setzen uns für den Schutz unserer wertvollen und knappen Ressource, Natur- und Landwirtschaftsland sowie Wasser ein – auch für kommende Generationen! Die alternative Stromerzeugung muss diesem Nachhaltigkeitsprinzip folgen.

Das Windpark Projekt Dreibündenstein

Im Gebiet Dreibündenstein ist eine Windparkanlage mit 8 Windturbinen und einer Höhe von bis zu 250 Metern geplant.

Die City West Türme in Chur sind mit 79 Meter Höhe die höchsten Gebäude im Kanton Graubünden, der Roche-Turm 2 in Basel mit 205 Meter das höchste Gebäude der Schweiz.

Machen Sie sich ein Bild

Hier sehen Sie eine massstabgetreue Visualisierung des Projekts in einer Landschaft, die es zu bewahren gilt.

Der von der Axpo geplante Windpark soll im Gebiet des Dreibündensteins auf einer Höhe von 2100 Metern auf dem Gebiet der Gemeinden Domleschg und Churwalden entstehen. Das unberührte Gebiet am Standort der geplanten Windturbinen weist einen immens hohen Natur- und Erholungswert auf. Es verfügt über Wanderwege, landwirtschaftlich genutzte Alpgebiete und drei kleine Bergrestaurants, aber keine weitere Infrastruktur.

Insbesondere führt in das geplante Gebiet keine Strasse, die für den Bau der Windanlage zwingend notwendig wäre. Eine solche müsste gemäss Angaben der Axpo von Chur, das auf 550 m Höhe liegt, auf über 2100 m komplett neu erstellt werden.

Zur Stabilisierung der Statik werden pro Windturbine bis zu 10’000 Tonnen Beton als Fundament im Boden versenkt. Das Fundament misst 30 Meter im Durchmesser und wird bis zu 5 Meter tief verankert. Die Eingriffsfläche für den Bau beträgt 4’000 Quadratmeter pro Anlage. Dabei werden mindestens 960 Quadratmeter Boden für das Fundament dauerhaft voll versiegelt. An einen Rückbau ist realistischerweise kaum zu denken.

Die Axpo gibt an, dass am Standort Dreibündenstein mit acht Windturbinen genug Strom für bis zu 14.000 Haushalte produziert werden könne. Aufgrund der massiven baulichen Massnahmen sowie der aktuellen Strompreise ist dieses Vorhaben jedoch auch aus ökonomischer Sicht nicht sinnvoll.

Kein Wunder also, dass der Widerstand in der Bevölkerung steigt. Die Windkraftanlage am Dreibündenstein entspricht in keiner Weise dem im Jahr 2013 vom Schweizer Stimmvolk beschlossenen Raumplanungsgesetz. Einerseits würde das Projekt die Zerstörung intakter Landschaft in Kauf nehmen, andererseits gibt es Bedenken hinsichtlich der Bedrohung des nachweislich vorkommenden Speicher- und Quellwassers, dem Vogelschutz sowie der Schallemissionen.

Geplante Standorte, Stand November 2025. Mit Klick aufs Bild vergrössern.

Sicht Richtung Alp dil Plaun und Feldis. Mit Klick aufs Bild vergrössern.

Windpark NEIN!

Wir haben enorm viel Unwiederbringliches zu verlieren.

Die Stromsicherheit in der Schweiz ist von zentraler Wichtigkeit. Es ist jedoch wissenschaftlich belegt, dass zur Erreichung dieser Ziele keine Verschandelung noch intakter Landschaften notwendig ist.

Verantwortungsvolle Enkelpolitik im Jahr 2026 umfasst die Erhaltung oder Gewährleistung unberührter Natur und Stromerzeugung, anstatt sie gegeneinander auszuspielen.

Siehe dazu die wissenschaftliche Studie unten stehend.

Schneebedecktes Moor mit gefrorenem Wasser im Gebiet des Dreibündenstein auf dem Boden der Gemeinde Domleschg. Kein Windpark Dreibündenstein.
Schneebedecktes Erholungsgebiet rund um die Alp Raguta sowie der Skihütte Feldis im Gebiet der Gemeinde Domleschg. Kein Windpark Dreibündenstein.
Unberührtes Erholungsgebiet von hoher Qualität. Zwei Personen in winterlicher Landschaft mit Schlitten. Kein Windpark Dreibündennstein.
Aussicht auf die Hütten von Culm Ault und dem Dreibündenstein in einer winterlichen Landschaft bei Sonnenuntergang. Kein Windpark Dreibündenstein
Panoramablick auf das Gebiet des Dreibündenstein und dem Fulhorn bei aufgehendem Vollmond. Kein Windpark Dreibündenstein.

Unsere Argumente und Begründungen gegen das Projekt

01

Zerstörung intakter Landschaft in einem Erholungsgebiet

Schneebedecktes und unberührtes Erholungsgebiet rund um die Alp Raguta im Winter und im Gebiet der Gemeinde Domleschg bei Sonnenuntergang. Kein Windpark Dreibündenstein.

Das Hochplateau des Dreibündensteins ist aus vielerlei Gründen von immenser Bedeutung – auch für kommende Generationen.

Der sanfte Tourismus mit den beiden Zubringeranlagen von Feldis und Brambrüesch wäre mit dem Bau des Windparks vorbei. Zudem würde die vielfältige Fauna und Flora durch neue Strassen und Gräben zerschnitten.

Die einmalig schöne Hochebene rund um den Dreibündenstein ist eine in der Schweiz sehr seltene, grossflächige Weidebuckellandschaft welche als Resultat der Vergletscherung durch den eiszeitlichen „Rheingletscher“ entstand.

Die in kompletter Stille zu beobachtende Tierwelt, einmalige Sonnenuntergänge oder die Betrachtung des Sternenhimmels ohne Fremdlicht zu jeder Jahreszeit sind nur einige der vielen Beispiele, was durch einen möglichen Windpark für Generationen nach uns unwiderruflich zerstört werden würde.

02

Bedrohung des Quellwassers sowie massive Beeinträchtigung von Fauna und Flora

Schneebedecktes Moor mit gefrorenem Wasser im Gebiet des Dreibündenstein auf dem Boden der Gemeinde Domleschg. Kein Windpark Dreibündenstein.

Der geplante Windpark am Dreibündenstein befindet sich in einem Gebiet mit hoher ökologischer Sensibilität.

Laut dem Geoportal Graubünden existieren bei Alp di Plaun und auf der Hochebene zwischen Furggabüel und Fulbergegg eine Vielzahl von kleinen Flachmoorgebieten und Seelein. Moore sind nicht nur wertvolle Lebensräume, sondern auch bedeutende CO₂-Speicher, Wasserspeicher und regulieren den Abfluss. Zudem speisen sie weiter unten liegende Quellen und Trinkwasserfassungen. Ihre Zerstörung oder Beeinträchtigung durch grossflächige Fundamentarbeiten und den Bau einer neuen Zufahrtsstrasse würde irreversible ökologische Schäden verursachen.

Zusätzlich wird das Areal als Pflanzenschutzgebiet ausgewiesen. Hier kommen seltene und gefährdete Arten vor, darunter Alpen-Edelweiss (Leontopodium alpinum), Alpen-Mannsschild (Androsace alpina) und Rätischer Alpen-Mohn (Papaver aurantiacum). Diese Arten sind typisch für hochalpine Lebensräume und reagieren empfindlich auf grossflächige Bodenversiegelung und Baueingriffe.

03

Kein ökonomischer Vorteil oder zu welchem Preis verkaufen wir die Naturlandschaft am Dreibündenstein?

Eine Maiensäss Hütte auf Plaun digls Mats beim Eindunkeln unter dem Sternenhimmel. Kein Windpark Dreibündenstein.

Wie viel Geldwert unberührte Natur hat, ist eine philosophische Grundsatzfrage, die wir hier gerne offenlassen.

Die Schweizer Stimmbevölkerung hat sich in den Jahren 2013 und 2017 mehrheitlich (Volks- und Ständemehr) für den Ausstieg aus der Atomenergie und für den Natur- und Landschaftsschutz entschieden.

Darüber hinaus ist es der Bevölkerung wichtig, im Krisenfall eine unabhängige Stromversorgung sichergestellt zu wissen.

Diese Haltung ist der Stimmbevölkerung auch etwas wert. Das Bauprojekt am Dreibündenstein weist gemäss Angaben ein Bauvolumen von 100 Millionen CHF auf, wovon 60 % vom Bund und somit von den Steuern der Bevölkerung finanziert werden.

Den Strombezug bezahlt die Bevölkerung anschliessend mittels subventionierter Strompreise. Ohne Sicherheitsbedenken wäre es viel günstiger, nachhaltig produzierten Strom aus dem Ausland zu beziehen.

Fazit; die Stimmbevölkerung bezahlt also für den bezogenen Strom dreimal.

Als zusätzliche Gegenleistung müsste die Zerstörung eines heute noch weitgehend unberührten Natur- und Erholungsgebiets geopfert werden.

Das Windparkprojekt Dreibündenstein ist deshalb auch aus ökonomischer Sicht abzulehnen.

500 Jahre Dreibündenstein

In der Geschichte des Kanton Graubünden hat der Dreibündenstein eine besondere und sehr symbolische Bedeutung. Mit dem allgemeinen Bundesvertrag im Jahr 1524, dem ersten gesamtbündnerischen Bundesbrief, gaben sich die Gerichtsgemeinden aller Drei Bünde eine gemeinsame Verfassung. Der Gedenkstein auf dem Gipfel erinnert und symbolisiert diesen geschichtsträchtigen und historischen Ort.

Historische Karte von Rhetia und Nachbarregionen, mit dekorativen Kartenschildern und alten lateinischen Beschriftungen. Calma Grischun, Kein Windpark, Windpark Nein, Dreibündenstein, Domleschg, Churwalden, Chur, Windenergie, Axpo.

Topografische Karte des bündnerischen Rätiens von 1629

Quelle; Rätisches Museum in Chur

Urkunde mit Siegeln, geschrieben in alter Manuskript Schrift, historisches Dokument.  Calma Grischun, Kein Windpark, Windpark Nein, Dreibündenstein, Domleschg, Churwalden, Chur, Windenergie, Axpo.

Bundesbrief von 1524, in welchem sich die Drei Bünde zusammenschlossen.

Quelle; Staatsarchiv Graubünden in Chur

Stein mit eingravierten lateinischen Schriftzeichen.  Calma Grischun, Kein Windpark, Windpark Nein, Dreibündenstein, Domleschg, Churwalden, Chur, Windenergie, Axpo.

Original Dreibündenstein von 1722 mit Bezug zu Domleschg und Churwalden.

Quelle; Rätisches Museum in Chur 

Grenzstein mit eingravierten Schriftzügen, historisch.  Calma Grischun, Kein Windpark, Windpark Nein, Dreibündenstein, Domleschg, Churwalden, Axpo.
Berglandschaft mit kleinen gefrorenen Seen, umgeben von Bergen: Kein Windpark Dreibündenstein. Windpark Nein.

Argumentarium

Hier finden Sie eine Auflistung der gängigen Aussagen von Windkraft Befürworter:Innen sowie die entsprechenden fundierten und faktenbezogenen Antworten unsererseits.

  • Aussage
    Windräder haben nur einen kleinen Flächenbedarf und beeinträchtigen den Boden kaum.

    Gegenargument
    Unter jeder Anlage liegt ein massives Fundament von 30 Meter Durchmesser und 5 Meter Tiefe, begleitet von umfangreichen Erdarbeiten und Entwässerungen.

    Im empfindlichen Gebiet rund um den Dreibündenstein würden somit Speicherwasserströme und Quellen sowie die Bodenstrukturen und natürliche Abflüsse gestört. Die negativen Folgen für die Natur und die Landwirtschaft sind deshalb nicht abzuschätzen.

  • Aussage
    Hochlagen eignen sich gut, da dort kräftig und konstante Winde wehen.

    Gegenargument
    Die Region rund um den Dreibündenstein ist weitgehend unberührt. Für den Bau braucht es neue Strassen, Stellflächen und grosse Fundamente. Dadurch werden sensible alpine Landschaften dauerhaft zerstört und wertvolle Lebensräume beeinträchtigt.

  • Aussage
    Windenergie ist klimafreundlich, da im laufenden Betrieb kaum CO2 freigesetzt wird.

    Gegenargument
    Zwar entstehen im Betrieb nur geringe Emissionen, doch die Herstellung, der Transport, die Errichtung und der Rückbau benötigen sehr viel Energie und Material. Über die gesamte Lebensdauer wirkt die oft als klimaneutral dargestellte Bilanz fragwürdig und nicht überzeugend.

  • Aussage

    Windkraft stärkt die Unabhängigkeit eines Landes bei der Stromversorgung.

    Gegenargument

    Da Wind nicht stetig oder zu stark weht, kann keine verlässliche Grundlast bereitgestellt werden. Andere Energiequellen müssen weiter bereitgestellt werden. Die Abhängigkeit wird somit eher verlagert als beseitigt.

  • Aussage
    Windkraft senkt langfristig die Strompreise, weil der Wind selbst kostenlos ist.

    Gegenargument

    Windkraftanlagen sind teuer in Bau, Wartung und Reparatur. Zusätzlich sind Netzausbauten und Reservekapazitäten nötig. Dies führt dazu, dass schwankende Erträge die Wirtschaftlichkeit schwächen. Ohne Fördergelder des Bundes sind viele Projekte nicht tragfähig.

  • Aussage
    Windenergie ist umweltfreundlich, weil keine Brennstoffe benötigt werden.

    Gegenargument
    Für Windparks müssen Flächen gerodet, Fundamente gebaut und Zufahrtsstrassen für Transporte bis zu 80 Tonnen angelegt werden.

    Diese Eingriffe belasten Böden, Lebensräume und gefährden das Speicher- und Quellwasser im Gebiet rund um den Dreibündenstein. Von geringer Umweltbelastung kann daher in keiner Weise gesprochen werden.

Engagieren Sie sich auch!

Wir setzen uns für eine verantwortungsvolle Enkelpolitik ein, indem wir uns für den Erhalt und die Gewährleistung unberührter Natur- und Erholungsgebiete einsetzen. Beenden wir das Ausspielen notwendiger Stromerzeugung gegen unberührte Natur! Setzen wir uns stattdessen dafür ein, die Stromproduktion in bestehender Infrastruktur anzusiedeln.

Wir sind ein Non-Profit Verein. Alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich und unentgeltlich. Ihre Spende oder Ihr freiwilliger Mitgliederbeitrag wird zu 100% für unser Engagement zur Verhinderung des geplanten Windpark Dreibündenstein verwendet.

Sicht auf die Hütten von Culm Ault nahe dem Dreibündenstein in einer winterlichen Landschaft mit einer markanten Wolke. Kein Windpark Dreibündenstein.

SPENDE

Den Beitritt zum Verein überlege ich mir. Sehr gerne unterstütze ich Euch jedoch finanziell.

Herzlichen Dank mittels gebührenfreier Überweisung auf unser Bankkonto. Auf diese Weise kommt der Betrag vollumfänglich unserem Verein zu Gute.

Ein QR-Code, Bankkonto Verein Calma Grischun. Kein Windpark auf dem Dreibündenstein.

Graubündner Kantonalbank
IBAN CH07 0077 4010 5323 3570 0
SWIFT/BIC GRKBCH2270A

MITGLIED WERDEN

Der Eintritt ist kostenlos, der Beitrag freiwillig!

 

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